Poetischer Protest
| Von Simona Isler um 15:13 | [ Aus der Leserschaft ] |
Unmut kann auch auf sehr poetische Art und Weise Kund getan werden. Zum Beispiel hat ein Leser für den «Bund» folgendes Gedicht verfasst:
Ganz nah der Stadt wohnt Viktor Stern
Der kleidet sich sehr gern modern
Doch findet er die neue Zeit
Nicht immer gut, es geh’ zu weit,
wenn stets man neue Center baue
und nicht mehr zu dem Alten schaue.
Der neue «Tempel» in Bern west
Wird hoch gelobt als Einkaufsfest.
Man finde alles was man braucht,
Fitness sogar, ein Schwimmbad auch.
Vom Hosenknopf zum Holzerbeil,
auch Töffs und Velos sind dort feil!
Das Volk eilt hin in grossen Massen
Und schlemmt und kauft und füllt die Kassen.
Die Altstadt-Läden bleiben leer,
wo nehmen die die Kunden her?
Die Läden Berns unter den Lauben,
das wär’ vor kurzem kaum zu glauben,
die machen die Geschäfte dicht.
Doch Bern verliert so sein Gesicht!

Ganz nah der Stadt wohnt Viktor Stern
Der kleidet sich sehr gern modern
Doch findet er die neue Zeit
Nicht immer gut, es geh’ zu weit,
wenn stets man neue Center baue
und nicht mehr zu dem Alten schaue.
Der neue «Tempel» in Bern west
Wird hoch gelobt als Einkaufsfest.
Man finde alles was man braucht,
Fitness sogar, ein Schwimmbad auch.
Vom Hosenknopf zum Holzerbeil,
auch Töffs und Velos sind dort feil!
Das Volk eilt hin in grossen Massen
Und schlemmt und kauft und füllt die Kassen.
Die Altstadt-Läden bleiben leer,
wo nehmen die die Kunden her?
Die Läden Berns unter den Lauben,
das wär’ vor kurzem kaum zu glauben,
die machen die Geschäfte dicht.
Doch Bern verliert so sein Gesicht!

Kommentare (7)
Permalink




