Blabla auf höchster Ebene
| Von Artur Vogel um 14:00 | [ In den Medien ] |
Interviews, minutiös vorbereitet und spannend geführt, sind eine der attraktivsten journalistischen Formen. Verpönt waren früher allerdings Interviews mit Journalisten. Von denen fand man, sie seien dazu ausgebildet, selber fertige Texte oder Sendungen abzuliefern und nicht einfach Rede und Antwort zu stehen. Ausnahmen machte man, wenn ein Journalist zum Subjekt des Zeitgeschehens wurde, etwa als Opfer einer Entführung.
Diese Regel gilt nicht mehr: Im Radio und Fernsehen gehört es zur Grundausstattung von Nachrichtensendungen, Berufskollegen (bzw.- kolleginnen) zu befragen. Solche Pseudo-Interviews gelten als Beweis besonderer Authentizität und Aktualität.
Das Magazin des «SonntagsBlicks» geht seit einiger Zeit noch einen Schritt weiter: Dort serviert Chefredaktor Marc Walder wöchentlich dem Konzern-Chefjournalisten Frank A. Meyer Stichworte, die dieser aufgreift, um, zum Nutzen und Frommen der Leserschaft, seine Erkenntnisse auszubreiten. Es handelt sich hier zweifellos um die preisgünstigste Methode, eine redaktionelle Seite zu füllen, aber das nur nebenbei.
Im gestrigen SoBli ist das Duo noch einen entscheidenden Schritt weitergegangen: hin zum kenntnisleeren Interview. Walder befragt Meyer zum Weltwirtschaftsforum, dessen Jahrestagung gestern zu Ende ging. Meyer gesteht in der ersten Antwort, das WEF noch nie besucht zu haben, um uns danach ohne Kenntnis der Materie darüber zu belehren, was davon zu halten sei.
In der Branche wurde stets gerätselt, als was Meyer einst in die Geschichte eingehen werde. Jetzt wissen wir es definitiv: als begnadeter Produzent von gepflegtem Blabla.
Diese Regel gilt nicht mehr: Im Radio und Fernsehen gehört es zur Grundausstattung von Nachrichtensendungen, Berufskollegen (bzw.- kolleginnen) zu befragen. Solche Pseudo-Interviews gelten als Beweis besonderer Authentizität und Aktualität.Das Magazin des «SonntagsBlicks» geht seit einiger Zeit noch einen Schritt weiter: Dort serviert Chefredaktor Marc Walder wöchentlich dem Konzern-Chefjournalisten Frank A. Meyer Stichworte, die dieser aufgreift, um, zum Nutzen und Frommen der Leserschaft, seine Erkenntnisse auszubreiten. Es handelt sich hier zweifellos um die preisgünstigste Methode, eine redaktionelle Seite zu füllen, aber das nur nebenbei.
Im gestrigen SoBli ist das Duo noch einen entscheidenden Schritt weitergegangen: hin zum kenntnisleeren Interview. Walder befragt Meyer zum Weltwirtschaftsforum, dessen Jahrestagung gestern zu Ende ging. Meyer gesteht in der ersten Antwort, das WEF noch nie besucht zu haben, um uns danach ohne Kenntnis der Materie darüber zu belehren, was davon zu halten sei.
In der Branche wurde stets gerätselt, als was Meyer einst in die Geschichte eingehen werde. Jetzt wissen wir es definitiv: als begnadeter Produzent von gepflegtem Blabla.
Kommentare
Spectator
2008-01-28 15:06:44
Die Unsitte von Journalisten, untereinander Interviews zu machen, nervt mich auch.
Aber ist wirklich unüblich, dass ein Chefredaktor einem Mitarbeiter ein Stichwort gibt mit dem Auftrag, einen Artikel daraus zu machen?
Und wenn Frank Meyer übers WEF schreibt, ohne dass er dabei war - Hand aufs Herz: Ueber eine Bundesratssitzung, ein Von-Wattenwyl-Gespräch oder eine Leitzinssenkung des SNB-Direktoriums vergiessen die Beschreibenden oft auch literweise Tinte, ohne dass sie an den Treffen dabei waren.
Wichtig dünkt mich vielmehr, was und wie über solche Anlässe geschrieben / kommentiert / glossiert wird.
Und falls Meyer Blabla zum Thema WEF schreibt, schlage ich mich natürlich uneingeschränkt auf Ihre Seite, Herr Vogel: Da gehört der Konzernchefschreiber als Blablaproduzent gerügt.
2008-01-28 15:06:44
Die Unsitte von Journalisten, untereinander Interviews zu machen, nervt mich auch.
Aber ist wirklich unüblich, dass ein Chefredaktor einem Mitarbeiter ein Stichwort gibt mit dem Auftrag, einen Artikel daraus zu machen?
Und wenn Frank Meyer übers WEF schreibt, ohne dass er dabei war - Hand aufs Herz: Ueber eine Bundesratssitzung, ein Von-Wattenwyl-Gespräch oder eine Leitzinssenkung des SNB-Direktoriums vergiessen die Beschreibenden oft auch literweise Tinte, ohne dass sie an den Treffen dabei waren.
Wichtig dünkt mich vielmehr, was und wie über solche Anlässe geschrieben / kommentiert / glossiert wird.
Und falls Meyer Blabla zum Thema WEF schreibt, schlage ich mich natürlich uneingeschränkt auf Ihre Seite, Herr Vogel: Da gehört der Konzernchefschreiber als Blablaproduzent gerügt.
Herr Lich
2008-01-28 15:17:10
Ich schlage solches auch für den "Bund" vor: Die Sportredaktion befragt Sie, lieber Herr Vogel, in ganzseitigen Interviews zu Sportereignissen, denen Sie gar nicht beigewohnt haben (YB-oder SCB-Match z.B.). Ansonsten wird auf Sportberichterstattung ganz verzichtet.
Vorteile:
1. Billig.
2. Herrliche FAM-Parodie.
3. Wahrscheinlich meist kaum schlechter als das, was man momentan im BZBundsport zu lesen bekommt.
2008-01-28 15:17:10
Ich schlage solches auch für den "Bund" vor: Die Sportredaktion befragt Sie, lieber Herr Vogel, in ganzseitigen Interviews zu Sportereignissen, denen Sie gar nicht beigewohnt haben (YB-oder SCB-Match z.B.). Ansonsten wird auf Sportberichterstattung ganz verzichtet.
Vorteile:
1. Billig.
2. Herrliche FAM-Parodie.
3. Wahrscheinlich meist kaum schlechter als das, was man momentan im BZBundsport zu lesen bekommt.
artur k. vogel
2008-01-28 15:23:18
Lieber Herr Lich
ich mache mir ernsthaft Sorgen um Sie, wenn wir Sie jeden Tag mit unsäglichen Sportseiten traktieren und Sie davon so erschüttert sind, dass Sie über nichts anderes mehr nachdenken können.
Ich schlage Ihnen vor, ab heute bis 29. Februar (wir haben ein Schaltjahr!) ins unserem Blog täglich einen andern Aspekt des "Bund" zu kommentieren und dafür den Sport beiseite zu lassen. Falls Sie das durchhalten, verspreche ich Ihnen hier und jetzt eine exzellente Flasche Bordeaux.
Herzlich, Ihr akv.
2008-01-28 15:23:18
Lieber Herr Lich
ich mache mir ernsthaft Sorgen um Sie, wenn wir Sie jeden Tag mit unsäglichen Sportseiten traktieren und Sie davon so erschüttert sind, dass Sie über nichts anderes mehr nachdenken können.
Ich schlage Ihnen vor, ab heute bis 29. Februar (wir haben ein Schaltjahr!) ins unserem Blog täglich einen andern Aspekt des "Bund" zu kommentieren und dafür den Sport beiseite zu lassen. Falls Sie das durchhalten, verspreche ich Ihnen hier und jetzt eine exzellente Flasche Bordeaux.
Herzlich, Ihr akv.
Herr Lich
2008-01-28 16:04:05
Ich muss die Wette leider ablehnen, weil ich im Februar noch in die Skiferien fahre (den "Bund", das nur nebenbei, lasse ich mir nachschicken). Ich verspreche Ihnen aber trotzdem, das Stochern in dieser Wunde künftig sein zu lassen. Sie wissen ja, dass ich den "Bund" im Allgemeinen und die Tatsache, dass man mit dessen Chefredaktor per Blog direkt in Verbindung treten kann, im Besonderen sehr schätze. Bordeaux hin oder her.
2008-01-28 16:04:05
Ich muss die Wette leider ablehnen, weil ich im Februar noch in die Skiferien fahre (den "Bund", das nur nebenbei, lasse ich mir nachschicken). Ich verspreche Ihnen aber trotzdem, das Stochern in dieser Wunde künftig sein zu lassen. Sie wissen ja, dass ich den "Bund" im Allgemeinen und die Tatsache, dass man mit dessen Chefredaktor per Blog direkt in Verbindung treten kann, im Besonderen sehr schätze. Bordeaux hin oder her.
Danish Dynamite
2008-01-29 08:45:38
Ich bin primär froh, dass die Berner Tagesblätter keinen Frank A. Meyer beschäftigen.
2008-01-29 08:45:38
Ich bin primär froh, dass die Berner Tagesblätter keinen Frank A. Meyer beschäftigen.
lizamazo
2008-01-29 09:18:40
Kennen Sie die FAM-Anekdote par excellence? Als Flavio Cotti zum Antritt seines Präsidialjahres im Zug mit lauter interessanten Leuten ins Tessin reisen sollte, musste er zuvor auch die Sitzordnung in "seinem" Panoramawagen absegnen, den inner circle, gewissermassen. Sie lasen ihm die Liste herunter, bis die Reihe an FAM war. Da soll er mit leuchtenden Äuglein unterbrochen haben und gefragt: wer ist diese Franca Meyer?
2008-01-29 09:18:40
Kennen Sie die FAM-Anekdote par excellence? Als Flavio Cotti zum Antritt seines Präsidialjahres im Zug mit lauter interessanten Leuten ins Tessin reisen sollte, musste er zuvor auch die Sitzordnung in "seinem" Panoramawagen absegnen, den inner circle, gewissermassen. Sie lasen ihm die Liste herunter, bis die Reihe an FAM war. Da soll er mit leuchtenden Äuglein unterbrochen haben und gefragt: wer ist diese Franca Meyer?
N.N.
2008-01-29 12:03:30
SonntagsBlick? Was ist das? Den Typen auf dem Bild da oben habe ich, glaub ich, schon mal im TV gesehen, habe aber gerade wegen seinem Blabla - und das war alles andere als gepflegt - gleich auf einen anderen Sender umgeschaltet.
2008-01-29 12:03:30
SonntagsBlick? Was ist das? Den Typen auf dem Bild da oben habe ich, glaub ich, schon mal im TV gesehen, habe aber gerade wegen seinem Blabla - und das war alles andere als gepflegt - gleich auf einen anderen Sender umgeschaltet.
xirah
2008-01-29 14:20:52
Franca Meyer, haha, dabei weiss doch nun wirklich jedes Kind, dass FAM der Falter Andreas Müller ist.
2008-01-29 14:20:52
Franca Meyer, haha, dabei weiss doch nun wirklich jedes Kind, dass FAM der Falter Andreas Müller ist.
dr Pe
2008-01-29 14:51:23
Meinten Sie Folfgang Amadeus Mozart, Frau xirah?
2008-01-29 14:51:23
Meinten Sie Folfgang Amadeus Mozart, Frau xirah?
perpignan
2008-01-29 15:46:46
Wie heisst nochmal dieser Film, wo die Frank A. Potente Fam fatale spielt?
2008-01-29 15:46:46
Wie heisst nochmal dieser Film, wo die Frank A. Potente Fam fatale spielt?
Val der Ama
2008-01-29 15:53:14
FAMe, Herr perpignan?
2008-01-29 15:53:14
FAMe, Herr perpignan?
Bermuda
2008-01-29 15:59:24
Also bitte FaM heisst - Frankfurt am Main!
2008-01-29 15:59:24
Also bitte FaM heisst - Frankfurt am Main!
Herr Lich
2008-01-29 16:20:07
Also BAM heisst Baikal-Amur-Magistrale.
2008-01-29 16:20:07
Also BAM heisst Baikal-Amur-Magistrale.
Überich von Herr Lich
2008-01-29 16:21:18
Herr Lich, nehmen Sie das Wort Baykal nicht zum Anlass, um über...
2008-01-29 16:21:18
Herr Lich, nehmen Sie das Wort Baykal nicht zum Anlass, um über...
Grazie mille Signore
2008-01-29 16:27:05
Val der Ama. Da mein tschinglisch öfters so weit fährt wie ein Zug ohne Lädel, verstehe ich folgenden Satz nicht wirklich: "Starring Franka Potente of Run Lola Run fame." Is'n das überaupt eina Satz?
Geniale Schauspielerin jedenfalls, Frau Potente.
Fame = Hunger?
...es wird heute schon fast ein bisschen wie Frühling...
2008-01-29 16:27:05
Val der Ama. Da mein tschinglisch öfters so weit fährt wie ein Zug ohne Lädel, verstehe ich folgenden Satz nicht wirklich: "Starring Franka Potente of Run Lola Run fame." Is'n das überaupt eina Satz?
Geniale Schauspielerin jedenfalls, Frau Potente.
Fame = Hunger?
...es wird heute schon fast ein bisschen wie Frühling...
Frank Adlon Meyer
2008-01-29 21:40:44
Hotel Bellevue, Bern, 1.Stock.
Messingschild an Türe: Frank A Meyer.
Hotel Waldhaus, Davos, 2.Stock.
Messingschild an Türe: Frank A Meyer
Hotel Adlon, Berlin
Messingsschild an Türe: Frank A Meyer
Fortsetzung folgt
2008-01-29 21:40:44
Hotel Bellevue, Bern, 1.Stock.
Messingschild an Türe: Frank A Meyer.
Hotel Waldhaus, Davos, 2.Stock.
Messingschild an Türe: Frank A Meyer
Hotel Adlon, Berlin
Messingsschild an Türe: Frank A Meyer
Fortsetzung folgt
Noname
2008-01-30 00:36:04
Mehr zum Thema vom in Bern allseits geschätzten UPE. Der Tagesbefehl heisst: Lesen!
2008-01-30 00:36:04
Mehr zum Thema vom in Bern allseits geschätzten UPE. Der Tagesbefehl heisst: Lesen!
Noname
2008-01-30 00:36:36
Mehr zum Thema vom in Bern allseits geschätzten UPE. Der Tagesbefehl heisst: Lesen!
2008-01-30 00:36:36
Mehr zum Thema vom in Bern allseits geschätzten UPE. Der Tagesbefehl heisst: Lesen!
Herr Lich
2008-01-30 11:33:35
Merci für den Link, Herr/Frau Noname. Interessant, wenn auch leider nicht so gut geschrieben und im Ergebenis eher enttäuschend, weil dem UPE offensichtlich einfach die politische Meinung des FAM auf den Sack geht. Dadurch verliert die Kritik an der Person FAM und an ihren Mätzchen (Machtgehabe, Selbstverliebtheit) etwas an Kontur. Unser Herr Vogel hat es da besser auf den Punkt gebtacht.
2008-01-30 11:33:35
Merci für den Link, Herr/Frau Noname. Interessant, wenn auch leider nicht so gut geschrieben und im Ergebenis eher enttäuschend, weil dem UPE offensichtlich einfach die politische Meinung des FAM auf den Sack geht. Dadurch verliert die Kritik an der Person FAM und an ihren Mätzchen (Machtgehabe, Selbstverliebtheit) etwas an Kontur. Unser Herr Vogel hat es da besser auf den Punkt gebtacht.
Herr Mayer
2008-01-30 15:27:14
Was Spectator im ersten Kommentar schreibt, scheint mir durchaus relevant: Über die Institution WEF kann eineR doch schreiben, ohne daran teilzunehmen.
Als was wird akv in die Geschichte eingehen? Unter anderem als jener Chefredaktor, unter dem der "Bund" ein APROPOS wie das heutige abdruckte: eines, bei dem nun tatsächlich ohne geringste Kenntnis der Materie versucht wird, die "Almösen" für dumm zu verkaufen. Blabla auf tiefster Ebene, für mich im "Bund" selten angetroffenes Niveau "Berner Bär". Sah das jemand ähnlich?
2008-01-30 15:27:14
Was Spectator im ersten Kommentar schreibt, scheint mir durchaus relevant: Über die Institution WEF kann eineR doch schreiben, ohne daran teilzunehmen.
Als was wird akv in die Geschichte eingehen? Unter anderem als jener Chefredaktor, unter dem der "Bund" ein APROPOS wie das heutige abdruckte: eines, bei dem nun tatsächlich ohne geringste Kenntnis der Materie versucht wird, die "Almösen" für dumm zu verkaufen. Blabla auf tiefster Ebene, für mich im "Bund" selten angetroffenes Niveau "Berner Bär". Sah das jemand ähnlich?
artur k. vogel
2008-01-31 10:55:07
Gute Kunde: Der Bund-Blog wird neuerdings auch im zürcherischen Ausland zur Kenntnis genommen, wie dieser Eintrag der "Werbewoche" beweist:
Die Redaktion der Tageszeitung Bund führt einen Blog, in dem sich auch Chefredaktor Artur K. Vogel gerne ab und zu mal äussert. Kürzlich widmete er sich dort einem anderen Exponenten der Medienszene mit Mittelinitial: Frank A. Meyer. Ins Auge gestochen ist Vogel die letzte Seite des Sonntagsblicks, auf der Chefredaktor Marc Walder seit einigen Wochen Frank A. Meyer zu unterschiedlichsten Themen befragt. In der letzten Ausgabe habe das Duo das «kenntnisleere Interview» praktiziert, findet Vogel. Walder schnitt nämlich das Thema Weltwirtschaftsforum an, worauf Meyer zwar in der ersten Antwort bekennt, dass er diese Veranstaltung in Davos noch nie besucht habe. Danach belehre er den Leser aber «ohne Kenntnis der Materie» darüber, was davon zu halten sei, moniert Vogel. Seinem Angriff an die Adresse Meyers («begnadeter Produzent von gepflegtem Blabla») bietet allerdings ein Bundblog-Leser mit einem Themenschwenk Paroli: Er stimmt wieder einmal ins Leidklagen über den Sportteil in seinem Leibblatt ein, der seit 2006 von der Berner Zeitung fabriziert wird. Und schlägt dem Bund-Chef vor, die Sportredaktion soll ihn in ganzseitigen Interviews zu Sportereignissen befragen, denen er nicht beigewohnt habe. Das sei erstens billig, zweitens eine gute FAM-Parodie und drittens wohl kaum schlechter als das, was dem Sportteil üblicherweise zu entnehmen sei. Vielleicht behandelt Artur K. Vogel in seinem nächsten Blogeintrag nun das alte Sprichwort: «Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück».
http://www.werbewoche.ch/newsmail080129_zgl.werbewoche?ActiveID=2008
2008-01-31 10:55:07
Gute Kunde: Der Bund-Blog wird neuerdings auch im zürcherischen Ausland zur Kenntnis genommen, wie dieser Eintrag der "Werbewoche" beweist:
Die Redaktion der Tageszeitung Bund führt einen Blog, in dem sich auch Chefredaktor Artur K. Vogel gerne ab und zu mal äussert. Kürzlich widmete er sich dort einem anderen Exponenten der Medienszene mit Mittelinitial: Frank A. Meyer. Ins Auge gestochen ist Vogel die letzte Seite des Sonntagsblicks, auf der Chefredaktor Marc Walder seit einigen Wochen Frank A. Meyer zu unterschiedlichsten Themen befragt. In der letzten Ausgabe habe das Duo das «kenntnisleere Interview» praktiziert, findet Vogel. Walder schnitt nämlich das Thema Weltwirtschaftsforum an, worauf Meyer zwar in der ersten Antwort bekennt, dass er diese Veranstaltung in Davos noch nie besucht habe. Danach belehre er den Leser aber «ohne Kenntnis der Materie» darüber, was davon zu halten sei, moniert Vogel. Seinem Angriff an die Adresse Meyers («begnadeter Produzent von gepflegtem Blabla») bietet allerdings ein Bundblog-Leser mit einem Themenschwenk Paroli: Er stimmt wieder einmal ins Leidklagen über den Sportteil in seinem Leibblatt ein, der seit 2006 von der Berner Zeitung fabriziert wird. Und schlägt dem Bund-Chef vor, die Sportredaktion soll ihn in ganzseitigen Interviews zu Sportereignissen befragen, denen er nicht beigewohnt habe. Das sei erstens billig, zweitens eine gute FAM-Parodie und drittens wohl kaum schlechter als das, was dem Sportteil üblicherweise zu entnehmen sei. Vielleicht behandelt Artur K. Vogel in seinem nächsten Blogeintrag nun das alte Sprichwort: «Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück».
http://www.werbewoche.ch/newsmail080129_zgl.werbewoche?ActiveID=2008
artur k. vogel
2008-01-31 10:55:17
Gute Kunde: Der Bund-Blog wird neuerdings auch im zürcherischen Ausland zur Kenntnis genommen, wie dieser Eintrag der "Werbewoche" beweist:
Die Redaktion der Tageszeitung Bund führt einen Blog, in dem sich auch Chefredaktor Artur K. Vogel gerne ab und zu mal äussert. Kürzlich widmete er sich dort einem anderen Exponenten der Medienszene mit Mittelinitial: Frank A. Meyer. Ins Auge gestochen ist Vogel die letzte Seite des Sonntagsblicks, auf der Chefredaktor Marc Walder seit einigen Wochen Frank A. Meyer zu unterschiedlichsten Themen befragt. In der letzten Ausgabe habe das Duo das «kenntnisleere Interview» praktiziert, findet Vogel. Walder schnitt nämlich das Thema Weltwirtschaftsforum an, worauf Meyer zwar in der ersten Antwort bekennt, dass er diese Veranstaltung in Davos noch nie besucht habe. Danach belehre er den Leser aber «ohne Kenntnis der Materie» darüber, was davon zu halten sei, moniert Vogel. Seinem Angriff an die Adresse Meyers («begnadeter Produzent von gepflegtem Blabla») bietet allerdings ein Bundblog-Leser mit einem Themenschwenk Paroli: Er stimmt wieder einmal ins Leidklagen über den Sportteil in seinem Leibblatt ein, der seit 2006 von der Berner Zeitung fabriziert wird. Und schlägt dem Bund-Chef vor, die Sportredaktion soll ihn in ganzseitigen Interviews zu Sportereignissen befragen, denen er nicht beigewohnt habe. Das sei erstens billig, zweitens eine gute FAM-Parodie und drittens wohl kaum schlechter als das, was dem Sportteil üblicherweise zu entnehmen sei. Vielleicht behandelt Artur K. Vogel in seinem nächsten Blogeintrag nun das alte Sprichwort: «Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück».
http://www.werbewoche.ch/newsmail080129_zgl.werbewoche?ActiveID=2008
2008-01-31 10:55:17
Gute Kunde: Der Bund-Blog wird neuerdings auch im zürcherischen Ausland zur Kenntnis genommen, wie dieser Eintrag der "Werbewoche" beweist:
Die Redaktion der Tageszeitung Bund führt einen Blog, in dem sich auch Chefredaktor Artur K. Vogel gerne ab und zu mal äussert. Kürzlich widmete er sich dort einem anderen Exponenten der Medienszene mit Mittelinitial: Frank A. Meyer. Ins Auge gestochen ist Vogel die letzte Seite des Sonntagsblicks, auf der Chefredaktor Marc Walder seit einigen Wochen Frank A. Meyer zu unterschiedlichsten Themen befragt. In der letzten Ausgabe habe das Duo das «kenntnisleere Interview» praktiziert, findet Vogel. Walder schnitt nämlich das Thema Weltwirtschaftsforum an, worauf Meyer zwar in der ersten Antwort bekennt, dass er diese Veranstaltung in Davos noch nie besucht habe. Danach belehre er den Leser aber «ohne Kenntnis der Materie» darüber, was davon zu halten sei, moniert Vogel. Seinem Angriff an die Adresse Meyers («begnadeter Produzent von gepflegtem Blabla») bietet allerdings ein Bundblog-Leser mit einem Themenschwenk Paroli: Er stimmt wieder einmal ins Leidklagen über den Sportteil in seinem Leibblatt ein, der seit 2006 von der Berner Zeitung fabriziert wird. Und schlägt dem Bund-Chef vor, die Sportredaktion soll ihn in ganzseitigen Interviews zu Sportereignissen befragen, denen er nicht beigewohnt habe. Das sei erstens billig, zweitens eine gute FAM-Parodie und drittens wohl kaum schlechter als das, was dem Sportteil üblicherweise zu entnehmen sei. Vielleicht behandelt Artur K. Vogel in seinem nächsten Blogeintrag nun das alte Sprichwort: «Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück».
http://www.werbewoche.ch/newsmail080129_zgl.werbewoche?ActiveID=2008
Danish Dynamite
2008-01-31 11:56:47
Ist der Herr Meyer gerade Sportler geworden? Oder schreibt er neu für den Bund den Sport umfassend?
Den Herrn Meyer habe ich noch nie gemocht, ebenso den Herrn Engeler. Ich fand den Artikel des letztgenannten aber sehr gut. Erstaunt war ich, dass der Herr Meyer keine umfassende Bildung nachweisen kann. Jedenfalls tut er so, wie er die Weisheit gleich löffelweise gegessen hätte.
Und der Sportteil ist definitiv zu dünn.
2008-01-31 11:56:47
Ist der Herr Meyer gerade Sportler geworden? Oder schreibt er neu für den Bund den Sport umfassend?
Den Herrn Meyer habe ich noch nie gemocht, ebenso den Herrn Engeler. Ich fand den Artikel des letztgenannten aber sehr gut. Erstaunt war ich, dass der Herr Meyer keine umfassende Bildung nachweisen kann. Jedenfalls tut er so, wie er die Weisheit gleich löffelweise gegessen hätte.
Und der Sportteil ist definitiv zu dünn.
Herr Lich
2008-01-31 12:29:06
Auch ich werde zitiert, wenn auch nicht namentlich, so doch ausführlich. Werde ich jetzt berühmt?
2008-01-31 12:29:06
Auch ich werde zitiert, wenn auch nicht namentlich, so doch ausführlich. Werde ich jetzt berühmt?
tifosi
2008-01-31 13:23:13
Herrlich Herr Lich!
2008-01-31 13:23:13
Herrlich Herr Lich!
JBIII, Bildungsbürger ohne umfassende nachweisbare Bildung
2008-01-31 13:24:53
Herr Lich, Sie sind doch schon berühmt als RL-Leser.
@ Herr Dynamite, eine umfassende Bildung bekommt man nicht nur im Gymi und in der Uni. Ich habe echt mehr gelesen und gelernt seit ich die Uni geschmissen habe als während Gymi- und Unizeit.
Sicher kann eine gute Schulausbildung helfen, aber da muss ich dennoch der Herr FAM ein wenig in Schutz nehmen, unglaublich und eigentlich ungern.
Thomas Mann und Schopenhauer lesen kann man auch ausserhalb die üblichen Bildungsstätten. Fellinifilme anschauen kann man auch ohne Kunstgewerbschule-Abschluss, und eine Meinung haben über Mann, Schopenhauer und Fellini darf man trotzdem, auch ohne Studie. Oft sind die gleichwertig mit "gebildeten" Meinungen aus dem "gebildeten" Fachmilieu, finde ich. Klar gibt es auch Schwätzer, aber die gibt es an der Uni auch.
Mir muss zum Beispiel kein Unityp mit 4 Jahren Musikologiestudie hinter sich kommen und mir erklären das Chuck Berry eine bedeutende Rolle in der Rock'n'Roll-Musik gespielt hat. Das habe ich ganz von alleine rausgefunden.
Bei Kernphysik wird es aber ein wenig heikler, da gebe ich Ihnen recht, hahaha.
Aber Herr GoldNoz würde glaub auch eine tippitoppi Kernreaktor zusammenbasteln können, da bin ich mir sicher, der Mann weiss einfach alles.
2008-01-31 13:24:53
Herr Lich, Sie sind doch schon berühmt als RL-Leser.
@ Herr Dynamite, eine umfassende Bildung bekommt man nicht nur im Gymi und in der Uni. Ich habe echt mehr gelesen und gelernt seit ich die Uni geschmissen habe als während Gymi- und Unizeit.
Sicher kann eine gute Schulausbildung helfen, aber da muss ich dennoch der Herr FAM ein wenig in Schutz nehmen, unglaublich und eigentlich ungern.
Thomas Mann und Schopenhauer lesen kann man auch ausserhalb die üblichen Bildungsstätten. Fellinifilme anschauen kann man auch ohne Kunstgewerbschule-Abschluss, und eine Meinung haben über Mann, Schopenhauer und Fellini darf man trotzdem, auch ohne Studie. Oft sind die gleichwertig mit "gebildeten" Meinungen aus dem "gebildeten" Fachmilieu, finde ich. Klar gibt es auch Schwätzer, aber die gibt es an der Uni auch.
Mir muss zum Beispiel kein Unityp mit 4 Jahren Musikologiestudie hinter sich kommen und mir erklären das Chuck Berry eine bedeutende Rolle in der Rock'n'Roll-Musik gespielt hat. Das habe ich ganz von alleine rausgefunden.
Bei Kernphysik wird es aber ein wenig heikler, da gebe ich Ihnen recht, hahaha.
Aber Herr GoldNoz würde glaub auch eine tippitoppi Kernreaktor zusammenbasteln können, da bin ich mir sicher, der Mann weiss einfach alles.
hell2pay
2008-01-31 18:02:15
@ herr lich
dass ein zusammenhang zwischen fams politischer meinung und seinem unsaufdensackgehen besteht, ist ja gerade genau das wahr wie binse.
wie der mann mit seinem gestreckten zeigefinger daherkommt wie eine im selbstversuch misslungene kreuzung aus muschg und augstein - ja das geht auf den sack!
uns die welt erklären wollen("amerika wird regiert von einer mörderbande" im NZZ talk im verbund mit dem couchepin für arme, peter rothenbühler und dem Ziegenjean)
ja das sind auftritte, die auf den sack gehen.
2008-01-31 18:02:15
@ herr lich
dass ein zusammenhang zwischen fams politischer meinung und seinem unsaufdensackgehen besteht, ist ja gerade genau das wahr wie binse.
wie der mann mit seinem gestreckten zeigefinger daherkommt wie eine im selbstversuch misslungene kreuzung aus muschg und augstein - ja das geht auf den sack!
uns die welt erklären wollen("amerika wird regiert von einer mörderbande" im NZZ talk im verbund mit dem couchepin für arme, peter rothenbühler und dem Ziegenjean)
ja das sind auftritte, die auf den sack gehen.
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